14.10.2011 10:54 von Public Relations
Die Rohstoffnachfrage ist nach wie vor hoch. Zukünftig werden die Ressourcen immer knapper. Deutschland will dem entgegenwirken und hat eine Zusammenarbeit mit der Mongolei geplant. In diesem Zusammenhang besuchte die Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals die Mongolei.
Die Wirtschaft der Mongolei boomt.
„…In den kommenden Jahren wird die Mongolei aufgrund ihres enormen Rohstoffreichtums zu den schnellst wachsenden Volkswirtschaften der Welt gehören… Für dieses und das nächste Jahr erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds IWF sogar ein Wachstum von 11,5 und 11,8 Prozent. Zum Vergleich: Für China prognostiziert die Organisation für 2011 9,5 Prozent und für 2012 9,0 Prozent Wirtschaftswachstum…“ (Zitat Quelle 2)
„…Die Mongolei zählt zu den zehn rohstoffreichsten Ländern der Welt. Unter dem Wüsten- und Steppenboden liegen 160 Milliarden Tonnen Kohle, 1,6 Milliarden Tonnen Eisenerz, 40 Millionen Tonnen Kupfer, 3000 Tonnen Gold sowie große Vorkommen an Uran und Seltene Erden. Lange war der Abbau der Rohstoffe unrentabel wegen einer geringen Nachfrage, niedriger Preisen und fehlender Infrastruktur. Doch in den vergangenen Jahren wuchs Chinas Energiehunger, die Preise stiegen. Zunächst investierten Chinesen im Nachbarland. Mittlerweile liefern sich auch Japaner, Südkoreaner, Kanadier, Australier und Amerikaner ein Rennen um das Geld, das in der Erde steckt…“ (Zitat Quelle 2)
Auch deutsche Unternehmen wollen beim Rohstoffabbau mitwirken. Merkel will mit ihrem Besuch deutschen Unternehmen den Weg in der Mongolei ebnen und hat großes Interesse Deutschlands an Geschäften mit dem „boomenden Steppenstaat“ (Zitat Quelle 1) angekündigt. Kanzlerin Merkel sieht in der Mongolei, aufgrund seiner demokratischen Verfassung, ein Vorbild für Zentralasien.
"Wir sind für die Mongolei ein vertrauenswürdiger Wirtschaftspartner, der sehr an einer nachhaltigen Entwicklung der mongolischen Volkswirtschaft interessiert ist."
Angela Merkel - deutsche Bundeskanzlerin
(Zitat Quelle 1)
„…Vor Merkel hat noch kein deutscher Regierungschef die Mongolei besucht. Regierungschef Batbold nannte Merkels Besuch historisch und sagte, die Kooperationen beider Länder würden auf eine neue Ebene gestellt. Deutschland sei der wichtigste Partner der Mongolei in Europa.
Die deutsch-mongolischen Wirtschaftsbeziehungen waren bisher vergleichsweise unbedeutend. Die Wirtschaft des Landes boomt, allerdings ist die Mongolei bei den Exporten vom Nachbarland China abhängig, bei den Importen vom Nachbarland Russland. Merkel sprach von "nicht einfachen Ausgangsbedingungen", die die Mongolei zwischen diesen beiden einzigen Nachbarländern habe…“ (Zitat Quelle 1)
Der deutsche Staatsbesuch in der Mongolei war erfolgreich.
Deutschland hat mit der Mongolei ein Rohstoffabkommen abgeschlossen, welches eine engere Zusammenarbeit beider Länder im Bereich der Rohstoffgewinnung ermöglichen soll. „Ziel sei es, deutschen Unternehmen langfristig den Zugang zu den Rohstoffvorkommen der Mongolei zu sichern und Rechtssicherheit zu gewährleisten.“ (Zitat Quelle 1)
Die BBM Operta Gruppe (Deutschland) und Macmahon (Australien) haben mit dem mongolischen Unternehmen Erdenes den Koks-Kohleabbau in der „…größten noch unerschlossenen Kokskohlelagerstätte der Welt…“ (Zitat Quelle 2) vereinbart. „Das Geschäft wird auf zwei Milliarden US-Dollar geschätzt.“ (Zitat Quelle 2) „Es ist sicherlich ein Meilenstein in den deutsch-mongolischen Wirtschaftsbeziehungen, sagte Wolfgang Peters, Geschäftsführer der BBM Operta Gruppe.“ (Zitat Quelle 1)
„…Die Industrie begrüßte das bilaterale Abkommen, von dem sie sich in dem weltweit verschärften Wettbewerb um Metalle Unterstützung verspricht. „Deutschland muss sich strategische Allianzen auch im Bereich der Rohstoffe sichern, die in den kommenden Jahrzehnten knapp werden können“, sagte Ekkehard Schulz, Mitglied des Aufsichtsrats von ThyssenKrupp. Die Thyssen-Krupp-Tochter Uhde versuche nun auch bei der Kohle-Verflüssigung und -Vergasung vor Ort ins Geschäft zu kommen, sagte Schulz. Im Gegenzug für Rohstofflieferungen erklärt sich Deutschland zu einem Technologietransfer in die Mongolei und Hilfen zur Ausbildung einheimischer Kräfte vor…“ (Zitat Quelle 2)
Zusätzlich haben Siemens und Erdenes einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Siemens erhielt „den Auftrag für den Bau eines 300-Megawatt-Kraftwerks zur Versorgung der Kohlemine Tavan Tolgoi“ (Zitat Quelle 2).
„Wir haben die Rohstoffe, Deutschland hat die Technologie und gutes Know-how. Wenn wir das miteinander verbinden, haben beide Länder etwas davon.“
Süchbaataryn Batbold - mongolischer Ministerpräsident
(Zitat Quelle 1)
Quelle 1: sueddeutsche.de GmbH
Quelle 2: Handelsblatt GmbH
Quelle 3: tagesschau.de