06.10.2011 10:57 von Public Relations
Im Westen bröckelt der Absatz, in China hingegen wächst das Geschäft
China wird für Deutschland als Produktionsstandort immer attraktiver. Das Wachstumspotential im Reich der Mitte floriert. Immer mehr deutsche Unternehmen nutzen dieses Potential. Besonders Elektronikfirmen, Metallverarbeiter, Maschinenbauer, Automobilhersteller und -zulieferer zieht es in die Volksrepublik.
Laut der aktuellen Marktzufriedenheitsstudie der Deutschen Handelskammer in Shanghai sind die „wichtigsten Expansionsziele…Peking, Guangzhou und Xi’an. Deutschland liegt derzeit bei den Direktinvestitionen auf Platz acht.“
„China entwickelt sich und wird über Jahre hinweg ein Wachstumsmarkt bleiben.“
Prognose von Sun Jing (Deutsche Handelskammer in China)
Der Firmenchef Zhang Guo Shing der staatlichen Druckerei Shanghai Tabacco Package Printing sagt: „Wir wachsen schneller als die Wirtschaft“. Nicht nur „Investitionen in neue Maschinen und Standorte“ sprechen für das Wachstumsgeschäft des Unternehmens, sondern auch „…wegfallende Importzölle und günstige Herstellungskosten“. Die chinesische Druckerei will künftig in neue Geschäftsfelder expandieren. Produziert werden schon „Verpackungen für die großen Konsumgüterkonzerne aus dem Westen“. Auch Aufträge des Elektronikgeräteherstellers Braun und des Kosmetikherstellers L’Oréal liegen bereits vor.
Seit der Wirtschaftskrise ist in Europa und den USA kaum noch Wachstum zu registrieren. In China hingegen boomt die Wirtschaft. Die Nachfrage steigt nach wie vor kontinuierlich an. Beispiel Druckindustrie China: Das Druckvolumen hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre „auf mittlerweile rund 31 Mrd. Euro mehr als verdreifacht“. 2010 war eine Wachstumsrate von 10 Prozent zu verzeichnen. Vom Wirtschaftswachstum Chinas profitieren auch deutsche Maschinenbauer.
Der einzige deutsche Anbieter, der hochwertige Standarddruckmaschinen auch in China herstellt, ist die Heidelberger Druckmaschinen AG. Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat das deutsche Unternehmen 420 Mio. Euro in China umgesetzt. Der Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier sagt zur aktuellen Situation: „China ist mittlerweile unser umsatzstärkster Einzelmarkt und spielt eine tragende Rolle für die Geschäftsentwicklung von Heidelberg.“
Die Heidelberger Druckmaschinen AG produziert seit 2005 an ihrem Standort Qingpu in China für den lokalen Markt. Hergestellt werden im Werk „alle für den chinesischen Markt relevanten Standardmaschinen“. Vor kurzem wurde die Produktionsfläche auf rund 45.000 m² erweitert.
In vielen deutschen Unternehmen werden nach der Wirtschaftskrise weiterhin viele Arbeitsplätze abgebaut. Ganz im Gegenteil zu China - dort werden Arbeitsplätze aufgebaut. Im Werk in Qingpu fertigen rund 400 Mitarbeiter die erstklassigen Druckmaschinen.
„China ist der Markt, in dem die Post abgeht.“
Bernhard Schreier - Vorstandsvorsitzender Heidelberger Druckmaschinen AG
Mit freundlicher Genehmigung von der Heidelberger Druckmaschinen AG.
Quellen:
Zeitungsartikel „Wo man noch Drucker braucht“ (Die Welt | Ausgabe 01.10.2011)
Pressemeldung „Heidelberger Druckmaschinen AG erweitert Werk in China“ (05.10.2011)